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African School Cup 2010

Street-Soccer-Turnier auf dem Marktplatz Bremen

1000 Schülerinnen und Schüler engagieren sich für Afrika beim African School Cup

Bremer „Rainbow-Nation“ bestand aus Schülerinnen und Schülern aus allen Stadtteilen  

Sie ist deutsch, europäisch, asiatisch und natürlich afrikanisch – die Bremer „Rainbow-Nation“. 1000 Schüler aus allen Stadtteilen Bremens, niedersächsischen Nachbargemeinden und Bremerhaven engagierten sich eine Woche lang beim Africa School Cup! Auf dem Stundenplan stand diesmal Einsatz von jedem, um über und auch von Afrika zu lernen.

Die Veranstalter vom Bremer entwicklungspolitischen Netzwerk, der Partnerschaft Bremen Durban e. V., Brot für die Welt, dem Panafrikanischen Verein und dem Sportgarten e. V. sind glücklich wie gut das Konzept Sport und Bewegung mit jugend- und entwicklungspolitischer Bildungsarbeit zu verknüpfen aufgegangen ist.

Schulbesucher zu entwicklungspolitischen Themen im Vorfeld der Aktionswoche im Sportgarten

Im Vorfeld des Cups wurden jeder teilnehmenden Klasse Experten zu landes- oder entwicklungspolitischen Themen vermittelt. UN Sonderbotschafter und Schirmherr Willi Lemke besuchte Team Tunesien und erörterte die möglichen Auswirkungen der WM auf Südafrika. Bau- und Umweltsenator Loske diskutierte mit Team Sambia die Bedeutung von Entwicklungszusammenarbeit. Das BeN bearbeitete das Thema von „Fair Trade“, Brot für die Welt setzte afrikanische Studenten ein, inwent führte das Programm Chat der Welten ein, Go Ahead informierte über Bildungsprojekte mit AIDS Waisen und BORDA über Wasserwirtschaft in Lesotho . Das Sportgarten-Team debattierte mit den Schülern über die Chancen von Entwicklung durch Sport.

Niger (Schulzentrum Schaumburger Straße) gewinnt im Fußball und Lesotho (Gesamtschule Ost) gewinnt den Fairness-Pokal

Bei der schönsten Nebensache der Welt gewann das Team Niger, repräsentiert durch die 8g2 des SZ Schaumburger Straße den African School Cup vor der Gesamtschule Ost als Repräsentant von Lesotho und der Elfenbeinküste, vertreten durch die St. Johannis Schule. Auch der Fairnesspokal wurde an die Gesamtschule Ost übergeben. Das Team wusste mit beeindruckenden Fans, einem von eigener Hand gestalteten Trikot, fairem Auftritt und ebensolchem Einsatz zu überzeugen. Im Endspiel des erstmals ausgetragenen Cups mit 36 Teilnehmern gewann Team Niger im Spiel mit Guinea (w. Olbers Schule) im 7 m Schießen. Im Spiel um Platz 3 besiegte Team Ghana von der HS Achim das Team Kamerun der Wilhelm Kaisen Schule. Niger und Lesotho werden Bremen auf dem Afrika Cup der Brandenburgischen Sportjugend in Wittenberge vertreten.

Fußball zählte nur 30%, durch Kochen, Basteln und Tanzen gab es weitere Punkte für den Sieg

Um den Titel des African School Cup zu gewinnen, musste jedes Team aber viel mehr tun, als beim Fußballspielen zu gewinnen, denn das Fußballturnier floss nur mit 30 % in die Gesamtwertung mit ein. Teambuilding und die Übernahme von Verantwortung waren Voraussetzungen für einen überzeugenden Auftritt:

Kochen

35 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich als Köche, um allen Schülern täglich einen „African Dish“ aufzutischen

Tanzen

75 Schüler erarbeiteten unter der Anleitung von Ken und Junior in der Sportgarten Halfpipe in Tanzworkshops eine Performance und brachten diese am Schlusstag gemeinsam auf die Bühne. Bei Gumboot meets Hip Hop mischte sich moderne Rapmusik mit südafrikanischer Musik. Die Teilnehmer aus 35 verschiedenen Schulen und Stadtteilen legten zur Siegerehrung eine fulminante Performance auf das Parkett

entwicklungspolitische Stationen

400 Teilnehmer beteiligten sich an den entwicklungspolitischen Stationen und lernten anhand der praktischen Erfahrungen mehr über das Leben von Kindern und Jugendlichen in Afrika.

Ihre Aufgabe war es z. B.:

bei „Wasser marsch“ den täglichen Wasserbedarf eines Bremers (130 Liter) aus der Weser zu organisieren und über eine weitere Strecke zu transportieren, gepaart mit Wissen zum Thema schonender Umgang mit der Ressource Wasser,

bei „African Craft Work“ wurde einerseits auf die Situation von Straßenkindern hingewiesen, die sich Geld mit dem Sammeln von Wertstoffen aus Müllbergen verdienen. Andererseits zeigte die Station, dass in Afrika Rohstoffe wertvoll sind und vieles wieder verwendet wird. So wurden aus Tetrapacks bildschöne Portmonees gebastelt

sich bei „Fair Pay“ über die Bedeutung eines fairen Handels zu informieren. Warum werden Fußbälle und Trikots in Afrika und Asien für einen Hungerlohn hergestellt, während doch der Verbraucher im Laden dafür ein 30 bis Hundertfaches bezahlt. Eine ungerechte Weltwirtschaftsordnung und die enormen Gewinne des Zwischenhandels wurden so thematisiert und begreiflich gemacht.

im „Chat der Welten“ den Umgang mit dem Zugang zum virtuell vorhandenen Wissen zu trainieren und üben. Außerdem lernten die Schüler dass sich Partnerschaften zu Projekten oder Schulen in Afrika auch über das Internet, interaktiv und dauerhaft organisieren lassen

Kho Kho – ein beliebtes „Katz und Maus“ Spiel aus Südafrika

 

Blair Mnyanda aus Bremens Partnerstadt Durban führte die Schüler in das Kho Kho Spiel ein. Für Kho Kho braucht man nur eine ebene Fläche, motivierte Mitspieler und das Bewusstsein ein Team zu sein. Denn beim Kho Kho kann niemand alleine gewinnen, sondern alleine geschickte Kooperation, die Fähigkeit sich gegenseitig einzusetzen und aufeinander zu verlassen garantiert Erfolg. In dem Spiel müssen Katzen Mäuse fangen. Die mit Abstand talentiertesten Katzen stellten die Teams Malawi aus Delmenhorst und Ghana aus Achim. Stationsleiter und Kho Kho Promoter Blair war beeindruckt:“von der schnellen Auffassungsgabe und dem Verständnis der Schüler. Die Teams zeigten jede Menge Kreativität, taktisches Bewusstsein und Teamwork, damit haben sie das Wesen des Spieles verstanden!“ Das Kho Kho Spiel war am Ende so begehrt, dass Iven Lehner und Blair Mnyanda auch am Schlusstag unermüdlich im Einsatz gefordert wurden.

Ein Quiz zur WM und dem ausgelosten Land

Darüber hinaus gab es noch Punkte bei einem landes- und afrikaspezifischen Quiz zu erobern. Hier hatten sich die Teams von Gambia, der Elfenbeinküste und Algerien offensichtlich am Besten aufgestellt und vorbereitet.

Fußball geschlechtergerecht, fair...

250 Schüler spielen und zelebrieren Fußball in geschlechtsgemischten Teams. So ganz nebenbei entdecken die Spieler die Stärken und Vorzüge des jeweils anderen Geschlechtes im Umgang mit dem Ball. Ob Foul oder nicht Foul, darüber entschied t nicht ein Schiedsrichter, sondern die Schüler selbst. Die Ausrede „Ball gespielt“, -aber den Mitspieler trotzdem umgehauen - oder „Foul ist wenn der Schiedsrichter pfeift“, konnte also diesmal nicht gelten! In 129 Spielen lernten die Fußballer unter Anleitung der Sportgarten Moderatoren den fairen Umgang mit Ball und Gegner. Fazit von Hikmet Sun: „Es geht doch! Die Spieler haben sich sehr gut auf das Verfahren eingelassen und immer größeren Respekt voreinander gezeigt!“

An vier Vorrunden-Spieltagen wurde Jede und Jeder gebraucht. Gefragt war Teamgeist und eine gute Aufstellung, um an jeder Station ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Die Botschaft der Woche: Jede und jeder wird gebraucht, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern

 

Die Botschaft, dass jeder Mensch wertvoll ist und gebraucht wird, kam bei den Schülern gut an und wurde immer besser umgesetzt. Geschlecht, schulisches Leistungsvermögen, kulturelle Abstammung, all dies stand tagelang nicht mehr im Vordergrund, um Erfolg zu haben.

Samkelo Mlaba, südafrikanischer Praktikant beim Sportgarten, stellte fest, dass keine Organisation oder auch kein Mensch alleine die Welt verändern könne: „Wir brauche uns alle, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.“ Vom Einsatz der Klassen zeigte er sich begeistert:“Es ist unglaublich wie sehr sich die Teams mit ihrem Land identifiziert haben und welche Anstrengungen sie unternommen haben, um das Land zu präsentieren. So können die Schüler mit vielen Vorurteilen über Afrika aufräumen und sich ein wirkliches Bild machen.“

Der African School Cup hinterlässt Spuren – Schulen engagieren sich für eine gerechtere Welt Der African School Cup soll und wird Spuren in Bremen hinterlassen! Ein Drittel der Schulklassen hat schon jetzt konkrete Pläne, um sich auch in Zukunft für afrikanische Projekte einzusetzen:

- Die Schule am Leher Markt aus Bremerhaven unterstützt eine Schule in Durban/Südafrika beim Bau einer Solaranlage, um somit Energiekosten zu sparen.

- Das Schulzentrum Lerchenstraße (Burkina Faso) will zukünftig mehr fair gehandelte Kleidung kaufen und Bekleidungsgeschäfte darauf ansprechen.

- Team Ägypten (Klasse 8s Gymnasium Obervieland) sammelt Pfandflaschen für ein Straßenkinderprojekt - Team Togo ( Ev. Bekenntnisschule) engagiert sich für ein Waisenhaus,

- Team Uganda (Klasse 8c Gymnasium Vegesack) erstellt einen Film und organisiert ein Benefiz-Schulfest. Sie wollen Projekte zur Wiederaufforstung, zum Schutz von Straßenkindern, Fair Trade auf ihre Weise unterstützen und Informationsarbeit leisten.

- Team Sudan (Klasse 7d, IS Obervieland) möchte ein Jahr lang 10% des Taschengeldes spenden, Zeitungen austragen, Pfandflaschen sammeln, Rasen mähen und das Geld an ein Projekt im Sudan spenden.. - Team Benin (Kl. 7a, IS Obervieland) möchte für ein Kinderprojekt Geld sammeln, ebenso wie Team Somalia (Kl. 7b Koblenzer Str.).

- Gewinner beim African School Cup gibt es also viele, durch das unglaubliche Engagement der Schülerinnen und Schüler aus allen Stadtteilen Bremens. Vertreten waren Obervieland. Huchting, Tenever, Neustadt Hemelingen, Gröpelingen, Walle, Schwachhausen, Vegesack, Aumund, das Vierte und viele mehr...

 

Senator Loske drückte seinem Team Sambia die Daumen und fortan gewinn Team Sambia. Für ihn ist der Schulcup:“eine ausgezeichnete Veranstaltung, um Jugendliche für Fragen der Entwicklungszusammenarbeit zu sensibilisieren!“

Kirsten Addicks, Lehrerin an der HRS Ritterhude resümiert: „Wir arbeiten schon seit mehreren Wochen am Thema Afrika und dieses Event war für uns ein toller Höhepunkt. Im Verlauf unseres Projektes haben wir eine Webseite zum Thema Afrika/Südafrika (afrika.afrika.sz-ritterhude.de) erstellt. Wir möchten wir uns für die tolle, vielfältige Veranstaltung bedanken!“

Auch Ulrike Hiller, Sprecherin der Bürgerschaft für Internationales und Entwicklungszusammenarbeit besuchte die Veranstaltung und ist so begeistert vom Engagement der Schüler, dass sie diese in die Bürgerschaft einladen möchte.

Danke an die Unterstützer

Ermöglicht wurde die Durchführung auch durch das finanzielle Engagement und Zuwendungen des Beirates östliche Vorstadt, des Senators für Bau, Umwelt, Verkehr und Europa, inwent und der Heinrich Böll Stiftung.

AFRIKA BLEIBT AUCH IN BREMEN

Veranstaltende Ulli Barde (Sportgarten e.V.), Angela Hesse (Brot für die Welt) , Tala Awolala (Panafrikanischer Kulturverein), Christopher Duis (Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk) versprachen den begeisterten Schülern die Fortsetzung des Cups auch in 2011. Aus ihrer Sicht zeugt das Engagement von großem Interesse und Aufgeschlossenheit in den Schulen. Ein Potential, dass auch im Sinne der Nachhaltigkeit der Veranstaltung gefördert werden muss.

Am Rande notiert,: Trotz beginnender Pfingstferien verlassen die Schüler den Sportgarten erst um 18.00h. und genießen das Abschlusskonzert mit den Bands „Pentatonez“, „Upper Mission“, „Rerecords“ und der „African Culture Group“. So viel Spaß kann Schule machen!

Alle Ergebnisse und Informationen finden sich auch unter www.sportgarten.de und www.ben-bremen.de

 

Kontakt:

H.-U. Barde, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , Tel.: 0421 75808

A. Hesse, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Tel.: 163 84 14

C. Duis, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Tel.: 32 45 60  

 

 

 

 

 

 

 
Diakonia Council of Churches

Grave Concerns about the detention without trial of the Kennedy Thirteen

“This Travesty Must End” Statement issued by Bishop Rubin Phillip – 18 November 2009

Following a prayer service held yesterday, hosted by Diakonia Council of Churches outside the Durban Magistrate’s court, and the pursuant court proceedings, Anglican Bishop Rubin Phillip issued the following statement:

After their 6th inconclusive bail hearing today, it is now abundantly clear that the legal rocess for the Kennedy 13 is a complete travesty of justice. They are scheduled to ppear again on the 27th November. By that time, some of accused will have been in rison for 2 months without trial - two months in prison without any evidence being presented to a court and without a decision on bail. This is a moral and legal outrage that mounts to detention without trial by means of delay. In our view, it borders on unlawful etention. I am, tonight, issuing a call for their immediate release - justice has been delayed far beyond the point at which it was clear that it had been denied.

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